Tiny Houses

Die Zukunft für Großstädte

02

Oktober 2017

Gerade in den Großstädten werden die Mieten für Studenten immer unbezahlbarer. Aber Wohnen auf 10 Quadratmetern? An der Berliner Tinyhouse University kann sich jeder sein eigenes Minihaus bauen. Lohnt sich so ein Bau wirklich?
 
Tiny Houses sind kleiner Häuschen, die mit dem PKW-Anhänger transportiert werden können und maximal 10 Quadratmeter Grundfläche haben. Für die Einen kaum vorstellbar, für die Anderen eine reelle Alternative zur teuren Mietwohnung.
 
Mit höchstens 10 Quadratmetern fallen die Häuschen noch nicht unter das Baurecht, sondern unter die Straßenverkehrsordnung. Bei einem Tiny House haben die Bewohner ein vollwertiges Häuschen für ca. 100 Euro monatlich. In der Anschaffung sind die kleinen Häuschen aber nicht besonders preiswert. Vergangenen Sommer wurde ein Einführungskurs für 4.000 Euro an der Universität angeboten. Dieser Kurs deckt aber nur das Nötigste ab.
 
Mit Fenstern, Dämmung, Innenausstattung, Sanitäreinheit und Küche kommen die Bewohner der Tiny Houses auf rund 50.000 Euro. Deshalb spricht dieses Konzept eher die jungen Leute aus der oberen Mittelschicht an. Dass die kleinen Häuser wenig Platz und kaum Stauraum bieten stört die jungen Leute aber nicht. Die Selbstreduktion ist freiwillig und ist für junge Menschen eine Mischung aus Haltung und Lifestyle. Ob die Tiny Houses aber in Zukunft realisierbar sind und ob es wirklich günstige Alternativen zur Mietwohnungen sind muss abgewartet werden.

Zur Umsetzung sind aber noch einige Weichen gelegt. Sowohl in der Umsetzung als auch in juristischer Sicht gibt es noch einige Unklarheiten und Probleme. Dennoch könnte das Modell der Flatrate-Miete in Zukunft ein großes Thema werden.

Kategorien

Tags