Airbnb, Wimdu & Co. beeinflussen die Stadtentwicklung

Ergenisse der IPK World Travel Monitor

02

Februar 2017

Stadtentwicklung

Nach den Ergebnissen des IPK World Travel Monitor Forums stellen Vermittlungsportale, wie Airbnb oder Wimdu, eher ein Problem für die Stadtentwicklung und den Wohnungsmarkt dar, als für die Hotellerie.

Bislang ging man davon aus, dass Portale, die zur Vermittlung von Übernachtungen in Privatunterkünften eher Konkurrenz für das Hotellerie-Gewerbe ist. Nach Erkenntnissen des World Travel Monitor buchten Touristen aber im Jahr 2015 ca. für 14 Mio. € Auslandsreisen in Sharing-Unterkünften, was nur 3 Prozent aller Auslandsreisen entspricht.

In den großen Metropolen hingegen entfallen allein auf Airbnb in Amsterdam 10 Prozent aller internationalen Ankünfte, in London sind es 8 Prozent.

Das große Problem: Die Wohnungen werden nicht geteilt, sondern für Touristen reserviert.

Das eigentliche Konzept von Airbnb und Wimdu, indem Privatleute einzelne Zimmer ihrer Wohnung oder während einer kurzzeitigen Abwesenheit die gesamte Wohnungen mit Reisenden teilen, wird teilweise wirtschaftlich genutzt: Experten gehen davon aus, dass allein bei Airbnb in Amsterdam, London, Berlin und Madrid nur 18 Prozent der Angebote private Wohnungen oder Zimmer betreffen.

Daher stehen über 80 Prozent der Angebote mehr als 31 Tage im Jahr zur Verfügung. Zudem werden oft mehrere Angebote von den selben Gastgebern bereitgestellt.

Jeroen Oskam, Direkt des Forschungszentrums an der Hochschule The Hague sagt dazu: „Das bedeutet, dass die Bewohner von Touristen vertrieben werden. Es wird nicht geteilt, Vermögenswerte werden für Touristen reserviert.“