Heute schon an morgen denken

Altersgerecht wohnen

09

September 2016

Treppen steigen, schmale Türen oder der fünfte Stock ohne Aufzug können den Alltag erheblich beeinträchtigen. Für viele Senioren ist der Gedanke an altersgerechtes Wohnen aber noch weit weg. Allerdings sollte man sich rechtzeitig informieren, da ein Umzug oder ein Umbau viel Zeit in Anspruch nehmen kann.

Was für viele Menschen im Alltag kein Hindernis darstellt, kann für Senioren eine deutliche Einschränkung sein. Je nach der eigenen Gesundheit sollte man sich daher frühzeitig um eine Barrierereduzierung bzw. um barrierefreies Wohnen kümmern.

Die Wohnungen sind knapp – die Wartezeiten in Pflegeeinrichtungen betragen bis zu 6 Jahre. Der Umbau des Eigenheims in eine altersgerechte Wohneinheit kann schnell Kosten von bis zu 20.000 Euro hervorrufen. Einen Kredit wird eine Bank Menschen im Alter von über 60 Jahren kaum noch gewähren.

Daher ist es sinnvoll sich frühzeitig über andere Finanzierungsmöglichkeiten und Alternativen nachzudenken. Beispielsweise bietet die KfW Zuschüsse, die bis zu 100% und max. 50.000 Euro pro Wohneinheit, ob für den Neukauf, Sanierung oder Umbau, finanzieren können.  Allerdings sind die Mittel für barrierereduzierende Maßnahmen aus dem Bundeshaushalt in Höhe von 49 Millionen Euro für 2016 aufgebraucht. Demnach sind erst wieder Förderungen ab 2017 möglich.

Wer bereits eine Pflegestufe hat kann von der Pflegekasse einen Zuschuss von bis zu 4000 Euro erhalten, sofern der Umbau die Pflege erleichtert und der Betroffene wieder selbständiger Leben kann.

Zu Bedenken ist, dass sich nicht jede Wohnung, wie etwa denkmalgeschützte Wohnungen, umbauen lässt. Daher gibt es verschiedene Möglichkeiten, um altersgerecht und barrierefrei zu leben: Betreutes Wohnen, eine Senioren-WG, der Umbau der Eigenheims oder Pflegeeinrichtungen. Jede Lösung hat seine ganz eigenen Vor- und Nachteile. Wichtig ist nur, dass man sich im Alter so frei wie möglich zu Hause bewegen kann – auch mit Rollator oder Rollstuhl.

Gerne helfen wir Ihnen weiter. Weitere Informationen bieten Ihnen auch die Bundesarbeitsgemeinschaft (www.wohnungsanpassung-bag.de) oder das Online-Portal www.nullbarriere.de.