Auflagen für Airbnb in Paris

Gegen die Kommerzialisierung von Wohnraum

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Dezember 2017

Gerade in den europäischen Hauptstäden Berlin, Paris, Barcelona oder Amsterdam boomt das Geschäft für die Vermieter von Privatwohnungen über die Plattform Airbnb. Grund: Die ohnehin angespannten Wohnungsmärkte in Ballungsgebieten werden durch die Kommerzialisierung von Privatwohnungen noch kritischer. Nun greift Paris durch: Seit Anfang Dezember müssen Wohnungen, die auf Airbnb angeboten werden eine offizielle Registrierungsnummer tragen.

Paris wurden durch die Zweckentfremdung von Wohnraum allein in den letzten 5 Jahren ca. 20.000 Wohnungen entzogen. Neben der offiziellen Registrierungsnummer schreibt die Stadt den Vermietern auch vor, ihre Wohnungen maximal 120 Tage pro Jahr zu vermieten.

So kann der immer stärker werdenden Kommerzialisierung von rund 65.000 über Airbnb angebotenen Wohnung in Paris eingedämmt werden.

Aber nicht nur Paris kämpft gegen diese Zweckentfremdung. In Berlin ist es seit Mai 2016 verboten, die eigene Wohnung ohne Sondererlaubnis gegen Geld als Ferienwohnung anzubieten. Einzelne Zimmer dürfen dagegen auch weiter über Vermittlungsportale, wie Wimdu oder Airbnb, angeboten und vermietet werden. Auch Städte wie Amsterdam und Barcelona haben Maßnahmen ergriffen, um den Boom der Privatunterkünfte einzudämmen – mit Meldepflichten für die Vermieter und teilweise hohen Strafen.