Nachteile für Flüchtlinge durch angespannten Wohnungsmarkt

Anspruch und Wirklichkeit gehen auseinander

13

November 2017

Der Wohnungsmangel in Groß- und Universitätsstädten ist keine Neuigkeit mehr. Besonders eingeschränkt werden dadurch aber auch Flüchtlinge, die auf dem Wohnungsmarkt kaum Chancen für eine bezahlbare Wohnung in der Stadt haben. Deshalb wohnen viele über lange Zeiträume in Not- oder Gemeinschaftsunterkünften.
 
Die Integration in den Wohnungsmarkt kommt nur langsam voran. Günstige Wohnungen fehlen und die Leerstandsreserven sind weitgehend aufgebraucht.
Obwohl die Städte und Kommunen eine gleichmäßige Verteilung anstreben, sieht die Realität anders aus. Viele Flüchtlinge suchen sich eine Wohnung in der Nähe der Gemeinschaftsunterkünfte. In gehobeneren Wohngegenden sind kaum Gemeinschaftsunterkünfte, sodass sich dort auch weniger Flüchtlinge niederlassen. Es fehlen günstige Wohnungen und Grundstücke, um Wohnraum zu errichten.
 
Ansätze, um diese Probleme zu lösen sind zum Beispiel das Schaffen von mehr Wohnungsbau im bezahlbaren Segment, der verstärkte Kauf von Belegungsrechten, aber auch die Anmietungen von Wohnungen durch die Kommunen. Zudem wird empfohlen, direkte Ansprechpartner für Vermieter und Flüchtlinge bereit zu stellen und Wohnungsunternehmen darin zu unterstützen, Wohnraum für Flüchtlinge zu schaffen.

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