Mieten, Kosten, Größe

Ein Durchschnitt der deutschen Mieter

15

September 2017

Wie sieht der aktuelle Mietwohnungsmarkt in Deutschland tatsächlich aus? Wird das Wohnen wirklich immer teurer? Wie hoch sind die Nebenkosten? Hier ein aktueller Überblick in Zahlen.
 
Vergleich: Nebenkosten und Mietkosten
Die Nebenkosten steigen stärker an, als die Mieten. Vom Jahr 1995 bis 2010 sind die Wohnungsnebenkosten um ca. 35% angestiegen, die Nettokaltmiete verzeichnet lediglich ein Plus von ca. 22%. Bis 2016 stiegen die Wohnungsnebenkosten nochmal um ca. 9 Prozent auf insgesamt 44,5 Prozent an. Die Nettokaltmiete stieg bis 2016 ca. 10 Prozent auf 31,9 Prozent an.
Anstieg insgesamt:
Wohnungsnebenkosten: +44,5%
Nettokaltmiete: +31,9%
 
Vergleich: Staat und private Investoren
Der Staat greift immer weniger finanziell in die Immobilienbranche ein. Während der Staat 1991 noch 1.250 Millionen Euro in den Wohnungsbau investierte sind es 2016 nur noch 597 Millionen Euro. Die Investition von privaten Investoren stieg von 94.478 Millionen Euro 1991 auf 188.495 Millionen Euro 2016.
 
Mehr Eigentümer und mehr Platz
Die Wohneigentumsquote ist von 37 Prozent (1991) auf 45,4 Prozent (2016) gestiegen. Und auch die Wohnfläche je Einwohner ist gestiegen: von 36,7m2 (1995) auf 46,2m2 (2015).
 
Auf dem Land und in den kleineren Städten und Vororten sind zwar die Mieten günstiger, aber die Kosten für Strom, Wasser und Heizung steigen auch dort. In den letzten 20 Jahren haben sich die Nebenkosten um fast 45% verteuert.
 
Obwohl die Eigentumsquote insgesamt gestiegen ist, ist sie dennoch ein wenig niedriger, als in den Jahren 2011 und 2012. Damit steht Deutschland europaweit an Vorletzter Stelle.

 

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