Fußbodenheizung

Vor- und Nachteile

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Oktober 2017

Nahezu 50 Prozent der Bauherren entscheidet sich heut zu Tage für eine Flächenheizung, zu der die Fußbodenheizung, aber auch Wand- und Deckenheizungen gehören. Welche Vor- und Nachteile bieten diese Systeme? Wie hoch sind die Betriebskosten und wie positiv sind sie für den Alltag?
 
Lebensdauer
Fußbodenheizungen sind – entgegen mancher Gerüchte – sehr langlebig und haben eine Lebensdauer von 40 bis 50 Jahren. Wichtig ist aber, dass das richtige Material verwendet wird: Kein Sauerstoff darf in die Rohre hineindiffundieren, da es sonst bereits nach ein bis zwei Jahren zu Verschlammung kommen kann. Die Reparatur ist dann sehr aufwändig und teurer, als bei einer Radiatorheizung.
 
Einbau
Beim Einbau sind beide Systeme gleich auf. Die Systeme sind schnell und einfach installiert. Allerdings nimmt der Kessel einer Radiatorheizung viel Platz ein, während die Fußbodenheizung kaum Platz einnimmt.
Der nachträgliche Einbau einer Fußbodenheizung kann aber sehr aufwändig sein, da der Boden um mehrere Zentimeter erhöht werden muss oder Kanäle für die Rohre in den Boden gefräst werden müssen. Hier empfiehlt sich eher eine Wandheizung oder Radiatorheizung.
Beide Systeme einzubauen ist nicht effizient und die Temperatur im Raum lässt sich nur schwer regulieren.
 
Betriebskosten
Fußbodenheizungen sind effizienter als Radiatoren und sparen im Vergleich ca. 10 Prozent der Betriebskosten ein. Durch die größere Oberfläche brauchen Fußbodenheizungen deutlich weniger Vorlaufzeit und nur eine Temperatur von 30-35 Grad, wohingegen Radiatorheizungen 50-60 Grad benötigen. So sind Fußbodenheizungen ökologisch vorteilhaft und schonen den Geldbeutel.
 
Dauer der Aufheizung
Die größere Fläche der Fußbodenheizung bringt auch Nachteile: Sie braucht länger zum Aufheizen. Dazu trägt auch bei, dass der Estrich ein größerer Wärmespeicher und die Wärme länger durch die Schicht braucht. Allerdings wird die Wärme so auch länger gespeichert. Radiatoren werden deutlich schneller warm, kühlen aber auch schneller ab.
Grundsätzlich wird aber die gleichmäßige Wärme der Fußbodenheizung als angenehmer empfunden.
 
Fußböden
Grundsätzlich eignen sich nahezu alle Böden für eine Fußbodenheizung. Die Hersteller versehen die Beläge meist mit „Geeignet für Fußbodenheizung“. Besonders gut geeignet sind aufgrund ihrer Speicher- und Wärmeleitfähigkeit keramische Fliesen und Natursteine. Bei Kork oder Holz ist oft eine spezielle Fußbodenheizung nötig. Die Frage nach dem Material sollte also auf jeden Fall vor der Entscheidung für oder gegen eine Fußbodenheizung geklärt werden.

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