Smart Home

Der aktuelle Trend

20

September 2017

Nach einer aktuellen Umfrage von Splendid Research nutzen bereits 36 Prozent der Deutschen in ihrer Wohnung Smart-Home-Anwendungen, 40 Prozent sind offen und zeigen sich interessiert. Aber wo hat Smart Home seine Schwachstellen, wo sind die Vorteile und wie ist der aktuelle Markttrend?
 
1.021 Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren wurden zum Thema Smart Home befragt. Wie auch in den Vorjahren sind die Anwendungen der Kategorien Energiemanagement, Entertainment und Kommunikation die Vorreiter der Branche. Es wird prognostiziert, dass auch die Gebäudesicherheit immer wichtiger wird, denn gerade die Gruppe der Nicht-NutzerInnen zeigt sich an diesem Thema interessiert.
 
Obwohl man aus den drei Hauptkategorien Energiemanagement, Entertainment und Kommunikation zahlreiche Vorteile ziehen kann, fürchten mehr als die Hälfte der NutzerInnen um ihre Privatsphäre. Zudem kommt die Angst vor Hackerangriffen. Ein weiterer Nachteil ist die komplizierte Installation von Smart-Home-Anwendungen, die selbst für technikaffine Personen eine Herausforderung darstellt.
 
Der aktuelle Markt zeigt, dass die Nutzerquote von Smart Home zwar in den letzten beiden Jahren stieg, sich ihr Wachstum aber verlangsamt. Trotzdem bieten die Anwendungen ein enormes Marktpotential. Dieses Potential kann aber derzeit von einer unübersichtlichen Marktsituation nicht voll ausgeschöpft werden. Ein Drittel der Deutschen können keine konkreten Smart-Home-Anbieter nennen und kennen keinen Unterschied zwischen den Anbietern selbst und deren spezifischen Produkten. Das liegt nicht zuletzt an der mangelhaften Kommunikation der Hersteller. Zudem ist auffällig, dass mehr als der Hälfte der Befragten der Besitz einer Smart-Home-Anwendung nicht bewusst ist.
 
In Zukunft müsste die Branche daran arbeiten, die Ängste der NutzerInnen abzubauen, indem die Systeme bestmöglich vor Hacker-Angriffen geschützt werden und die Privatsphäre der NutzerInnen gewährleistet wird. Zudem muss die Bedienung und vor allem die Installation der Anwendungen vereinfacht werden. Verschiedene Marken müssten sich klarer definieren und USPs für die AnwenderInnen schaffen. Dabei müssen die Firmen auf klare Verbraucherprofile eingehen.