Schimmel in Mietwohnungen

Anspruch auf Beseitigung

23

Mai 2017

Schimmel in der Mietwohnung ist ärgerlich und gesundheitsgefährdend. Die Ursachen für den Schimmelbefall können vielseitig sein. Die Grundvoraussetzung für einen Schimmelbefall ist allerdings ein erhöhter Feuchtegehalt auf Bauoberflächen, da die Schimmelpilze einen feuchten Untergrund zum Wachsen benötigen.

Die häufigste Ursache für den Schimmelpilzbefall ist ein fehlerhaftes Heiz- und Lüftungsverhalten. Wird der Schimmelbefall also von den Mietern selbst durch ein solches „Fehlverhalten“ verursacht, können sie ihren Vermieter nicht dafür verantwortlich machen. So entschied auch ein Gericht in Saarbrücken: Mieter, deren Wohnung in mehreren Räumen vom Schimmel befallen waren, haben eine Klage auf Mängelbeseitigung erhoben. Der Sachverständige hat aber unzweifelhaft festgestellt, dass die Mieter mit ihrem Verhalten dazu beigetragen haben, dass sich der Schimmel bildet, indem sie zu wenig gelüftet und geheizt haben. Damit hat der Mieter seine Obhutspflicht verletzt und muss selbst für die Beseitigung aufkommen.

Auch Baumängel können die Ursache für einen Schimmelschaden sein. Dazu gehört zum Beispiel ein erhöhter Feuchtegehalt im Mauerwerk durch einen Wasserschaden oder durch eindringendes Wasser von außen. Hier ist der Eigentümer verpflichtet, den Schaden sowie dessen Ursache zu beseitigen.

Oftmals ist eine Mischung aus Baumängeln und fehlerhaftem Verhalten der Mieter. Hier ist es ratsam, sich in einem Gespräch zu einigen und einen Sachverständigen zu Rate zu ziehen.

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